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v.l.n.r.: Elternbeiratsvorsitzender Johann Schanzer, Kristina Frei (10M), Bettina Krenner (10M),
Kerstin Allmannsberger (10M), Franziska Zimmermann (9b), Patrizia Orlando (9a), Rektor Ludwig Kropf
„Jetzt sind sie keine Kinder mehr“, so wird so manches Elternteil stolz, aber auch wehmütig empfunden haben, als 75 Absolventen der Hauptschule Untergriesbach, festlich dem Anlass entsprechend gekleidet, ihre Abschlusszeugnisse in Empfang nahmen. Schüler, Eltern, die gesamte Lehrerschaft, der Elternbeirat und Vertreter der Politik aus drei Gemeinden hatten sich zur Feier eingefunden, um die Leistung dieser jungen Menschen, die mit Engagement und Ehrgeiz die Schulzeit, aber auch die Phase der Prüfungen gemeistert hatten, zu würdigen. Um einen festlichen, musikalischen Rahmen hatten sich viele Hauptschüler, zusammen mit ihren Lehrkräften, bemüht.
Den Festakt eröffnete die Trommelgruppe der Volksschule unter der Leitung von Johanna Mößmer. Rhythmische Klänge spiegelten eine harmonische Stimmung wieder, die Bewegung durch die schnellen Sechzehntelpassagen vermittelte aber auch die Aufbruchstimmung, die zweifelsohne durch das Beenden der Schullaufbahn gegeben ist.
In der Begrüßung hob Konrektorin Edith Brunhuber hervor, dass die Hauptschule ihren Namen zu Recht trage. 307000 Schüler besuchten die Hauptschule. Die Absolventen der Untergriesbacher Schule sollten, so das überschriebene Motto für die Feier, in den Himmel abheben, Altes loslassen und in die Freiheit eines neuen Lebens eintauchen.
Nach dem perfekt intonierten Mozartmenuett durch die Flötengruppe von Josef Lohner sprach Bürgermeister und stellvertretender Landrat Günther Kohl den Absolventen großes Lob und seine Glückwünsche aus. Die Heranwachsenden befänden sich gerade zwischen zwei grundverschiedenen Erfahrungsräumen: Die Schule als ein Ort, der behütet, der überschaubar sei und angenehm. Im Berufsleben, so gab er zu bedenken, müsse man sich neu behaupten, seinen Platz in der Hierarchie eines Betriebes erst finden und auch mit der vorhandenen Konkurrenz zurechtkommen. Sein Ansinnen sei es jedoch nicht, ihnen die Freude am Berufseinstieg zu nehmen, sondern sie vielmehr in ihrem Fleiß zu bestärken: denn wer kompetent und fleißig ist, wird Erfolg haben.
Der Elternbeiratsvorsitzende Johann Schanzer betonte in seiner Rede, dass die Bereiche Selbstständigkeit, Verantwortungsübernahme und Pflichtbewusstsein in einem erfolgreichen Berufsleben eine noch viel tragendere Rolle spielen werden als in der Schule. Dass sie diese Kompetenzen weiter ausbauten, das wünsche er ihnen von Herzen. Den neun Absolventen, die noch keine Lehrstelle bekommen hätten, sprach er Mut zu und gab ihnen den Rat, berufsfördernde Maßnahmen in Anspruch zu nehmen.
Die Schülerreden, vorgetragen durch Michael Schurm aus der 9. Klasse und Anita Oberbacher aus der Klasse 10M, hatten einen gemeinsamen Tenor. Viel Schönes, wie z.B. die Abschlussfahrt nach Berlin, den Tanzkurs, diverse Ausflüge und Fahrten habe ihnen die Schule gegeben, viele Lehrer hätten sie auf ihrem Weg durch diese Zeit begleitet. Dank erging auch an die Eltern, die stets zu ihnen gehalten und sie in ihren Anliegen unterstützt und in so mancher Not getröstet hätten.
Der Rektor der Schule Ludwig Kropf nahm in seiner Rede das Bild der Jahresringe eines Baumes als Denkanstoß. Wie bei einem Baum, an dem man gute und dürre Jahre ablesen könne, seien diese Schuljahre nun unwiederbringlich vorbei. Die Schüler hatten jedoch die Freiheit, diese Zeit eigenverantwortlich zu gestalten. Er gab zu bedenken, dass das Maß an Selbstverantwortung wachsen werde, damit verbunden auch die möglichen Folgen. In heutiger Zeit sei eine Orientierung an Werten schwierig. Er wünsche ihnen jedoch Geduld, Ausdauer und einen langen Atem, um Gelassenheit und Weitblick zu erreichen.
Verbunden mit dem Wunsch, dass die Träume der Schüler in Erfüllung gehen mögen, teilten im Beisein der Bürgermeister Günther Kohl aus Untergriesbach, Manfred Riedl aus Obernzell und Ludwig Fesl aus Wegscheid die Klassenlehrer Elisabeth Friedl (9a), Wolfgang Lahner (9b) und Stefan Wallner (10M) die Abschlusszeugnisse aus.
Als Beste der 9. Klassen mit Qualifizierendem Hauptschulabschluss wurden mit 1,94 Franziska Zimmermann und Patrizia Orlando geehrt.
In der 10M erzielte die Schülerin Kristina Frei die Traumnote 1,0, gefolgt von Bettina Krenner 1,38 und Kerstin Allmannsberger 1,63.
Damit diese feierliche Stunde neben ernsten Momenten auch den Frohsinn spüren ließ, dafür sorgte die 5b mit einem englischen Sketch: „Mistakes“. Die 8M mit Simone Hutsteiner und Florian Amerl boten schwungvoll einen Volkstanz dar. Die Mädchen der 10M hatten eine Choreographie zu dem Lied „Lady Marmelade“ entworfen. Modern endete diese liebevoll gestaltete Feier mit der Schülerband mit dem Titel: „Samajona“.
Die Schule und der Elternbeirat luden anschließend zu einem Stehempfang in die Aula ein, das von Schülern und den Handarbeits- und Hauswirtschaftslehrkräften Evi Dangl und Johanna Kurzböck hergestellt worden war.
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